Cross Mentoring im Bundesdienst

Da Frauen in allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung und im Bereich der Privatwirtschaft gleichberechtigt vertreten sein sollen, ist es wesentlich Führungspositionen auch mit qualifizierten Frauen zu besetzen. Speziell auf Frauen zugeschnittene Entwicklungsprogramme können dazu beitragen, Frauen den Zugang zu Spitzenfunktionen zu erleichtern.

Bereits 2000 wurden Pilotprojekte unter dem Titel "Mentoring für Frauen" von der Arbeitsgruppe für Gleichbehandlungsfragen ins Leben gerufen. Seit Herbst 2007 ist das Programm in die Personalentwicklung des Bundes integriert und wird von der Sektion III des Bundeskanzleramtes in Kooperation mit den Personalentwicklerinnen und -entwicklern der Bundesministerien und der Parlamentsdirektion koordiniert.

Besonderes Merkmal des Cross Mentoring des Bundes ist, dass erfahrene Führungskräfte als Mentorin/Mentor eine Kollegin (Mentee) eines anderen Ressorts, die sich beruflich weiterentwickeln möchte, unterstützen. Die Mentorinnen und Mentoren vermitteln Wissen aus ihrer eigenen Erfahrung, geben Tipps zur Karriereplanung und erleichtern den Einstieg in berufliche Netzwerke. Es können nicht nur Frauen Mentorinnen, sondern auch Männer Mentoren für Frauen im Berufsleben sein. Damit wird auch ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt erzielt, nämlich die Entwicklung einer offenen Haltung von Mentoren gegenüber dem beruflichen Vorwärtskommen von Frauen und der Abbau rollenbedingter Vorurteile. Regelmäßige Treffen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer bieten die Gelegenheit sich auch untereinander zu vernetzen. Begleitende Trainings für die Mentorinnen/Mentoren und Mentees, Supervisionsrunden für die Mentorinnen und Mentoren sowie von den Mentees selbst organisierte Peergroups runden das Programm ab. Jedes Mentoringjahr wird durch Überreichung der Teilnahmezertifikate feierlich abgeschlossen.

Im Zeitraum 2005 bis 2016 haben rund 860 Mentorinnen/Mentoren und Mentees aus allen Bundesministerien und der Parlamentsdirektion am Programm teilgenommen. Viele Mentorinnen und Mentoren bezeugen großes Engagement indem sie in aufeinanderfolgenden Programmjahren für die Betreuung von Mentees übernehmen. Sie betonen den großen Wert der Weitergabe von eigenen Erfahrungen sowie der Erweiterung ihrer eigenen Führungskompetenzen.

Das Programm wird laufend evaluiert und angepasst um den Bedürfnissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestmöglich Rechnung zu tragen.

Aktuelles

FRONTEX- und EASO-Einsatz
Aufbau eines Pools von Expertinnen und Experten

Berufe im Bundesdienst
Bundesbedienstete im Videointerview

Meine Karriere in den EU-Institutionen:
Unsere Videobotschafterinnen und -botschafter stellen sich vor.

Infoveranstaltung Mobilitätsmanagement für interessierte Bundes­bedienstete:
7. Dezember 2016, 15 bis 16:30 Uhr, 1010 Wien